Mit der Verlegung des Bürgerbüros in das geplante Dienstleistungszentrum in der Burgeffstrasse werden angeblich „Effizienzgewinne“ erzielt, was in diesem Fall nur heißt, dass Personal eingespart werden soll, die Wartezeiten sich verlängern werden und sich die Dienstleistungsqualität für die Bürger deutlich verschlechtern wird.
Die jetzige Lage des Bürgerbüros ist ideal, es ist zentral gelegen, das Parkhaus liegt neben an, nicht weit vom Berliner Platz und barrierefrei ist es auch für die Ältere Bevölkerung und Mütter mit Kindern gut zu Fuss zu erreichen. Als erster Anlaufpunkt für Touristen und Neuankömmlinge in Hochheim ist es leicht zu finden und schafft dadurch einen sehr guten ersten Eindruck unserer Stadt.
Diese Vorteile würden in der Burgeffstrasse alle wegfallen. Die vielbefahrene Strasse bietet wenig Parkplätze, die nächste Bushaltestelle wäre deutlich weiter weg, die Fußgängerüberwege sind unzureichend und zu Fuß von der Alten Malzfabrik ist es für manche Bürgerinnen und Bürger „eine halbe Weltreise“. Für Touristen und Neuankömmlinge nur schwer ausfindig zu machen, wäre auch der Standort für die geplante Touristeninformation im Sinne unseres neuen Stadtmarketings völlig ungeeignet.
Desweiteren meinte der Fraktionsvorsitzende Marcus Hesse: „Mit allein den Planungskosten von bereits 40.000 Euro wird hier eine klare Vorentscheidung für die Einrichtung eines Dienstleistungszentrums in der Burgeffstraße getroffen. Dabei handelt es sich rein um ein neues Verwaltungsgebäude für die Stadt, ohne erkennbare Vorteile für die Bürgerinnen und Bürger und ohne erkennbare Kosteneinsparungen für den Haushalt der Stadt Hochheim. Im Gegenteil, es sollen 6 Millionen Euro ausgegeben werden, in einer Situation in der die Stadt Hochheim bereits überschuldet ist, für eine Maßnahme die andere Gemeinden nur tätigen, wenn man gerade gut bei Kasse ist und Geld übrig hat. Dies ist mitnichten in Hochheim der Fall. Die SPD-Fraktion sieht durchaus dringendere Fälle für die dieses Geld eingesetzt werden sollte. Wir setzen uns für zeitnahe Lärmschutzmaßnahmen in allen öffentlichen Gebäuden, Schulen, Kindergärten und Wohnungen der Stadt Hochheim ein. Dort wo die Fraport keinen Zuschuß leistet, muss die Stadt diese Kosten nämlich selbst tragen. Wir fordern eine schnelle energetische Sanierung des Hauses der Vereine, die derzeit astronomischen Nebenkosten zahlen müssen, weil das Gebäude in dieser Hinsicht völlig veraltet ist. Wir möchten mehr Geld für die Jugendpflege einsetzen und lehnen daher auch die geplante Zusammenlegung des Jugendhauses Eins und des Mädchentreffes ab, weil hier mit wenig Einsparungen über die Köpfe der Betroffenen hinweg ein pädagogisch nachteiliger Weg verfolgt wird. Und nicht zuletzt glauben wir, dass die veranschlagten 6 Millionen Euro – die die Stadt derzeit sowieso nicht hat - bei der längst überfälligen Sanierung des Bahnhofes sicher besser investiert wären, um die Repräsentanz, Bürger- und Touristenfreundlichkeit der Stadt Hochheim zu verbessern.
Es gibt also viele dringendere Projekte in Hochheim, die diese Geldmittel benötigen, anstatt sie in ein Verwaltungsgebäude zu investieren, das für die Bürgerinnen und Bürger keine erkennbaren Vorteile birgt und nur weitere horrende Schulden mit sich bringt.
Mit der Hoffnung auf einen Sieg der Vernunft möchten wir uns herzlich bei unseren Unterstützer/-innen und Mitstreitern/-innen bedanken und wünschen allen Hochheimerinnen und Hochheimern ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr!





