Es könne also darüber nachgedacht werden die Kindergartenbeiträge, die derzeit bei 25% der tatsächlichen Kosten pro Kindergartenplatz lägen auf 33% zu erhöhen. Die FWG Fraktion forderte daraufhin von der Verwaltung eine Übersicht über die Einkommensstruktur der Eltern, z.B. wieviele Alleinerziehende, Doppelverdiener, Sozialhilfeempfänger etc. es in Hochheim gäbe, die derzeit Kindergartenbeiträge zahlen, um über eine entsprechende Anpassung der Gebühren nachdenken zu können.
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> Aus Sicht der SPD sind diese Absichten eindeutig. SPD-Fraktionsvorsitzender Marcus Hesse merkte folgendes an: „Die CDU denkt derzeit über eine Erhöhung der Kindergartengebühren im Allgemeinen nach und die FWG trägt sich gar mit dem Gedanken einkommensabhängige Kindergartengebühren einzuführen! Beides ist mit der SPD in Hochheim nicht zu machen.“ Im Sinne der Inklusion und gemeinsamen Spielens und Lernens setzt sich die SPD vielmehr für ein gebührenfreies letztes Kindergartenjahr ein und für mindestens eine Beibehaltung, wenn nicht Reduzierung der Gebührensätze.
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> Die SPD-Vertreterin im Sozialausschuss Sarah Vu-Schöll fügte hinzu: „Bei unseren Kindern darf nicht gespart werden! Wer sich für einkommensabhängige Kindergartenbeiträge einsetzt, oder deutliche Gebührenerhöhungen fordert, nimmt billigend in Kauf, dass Familien, die es sich leisten können, sich anderweitige Angebote mit individueller Betreuung suchen, wie Tagesmütter, private Kindergärten und Kindertagesstädten. Ärmere Familien, die nicht zuschußberechtigt sind, werden ganz abgeschreckt ihre Kinder in den Kindergarten zu bringen. Damit wird frühzeitiges gemeinsames Lernen und der Aufbau übergreifender sozialer Kontakte verhindert. Oft ist der gemeinsame Schulbeginn dann schon zu spät, um soziale Unterschiede und den verschiedenen Bildungshintergrund der Eltern zu überbrücken. Dies dient nicht dem sozialen Miteinander, der Integration und Inklusion aller Mitglieder unserer Gesellschaft.“
Aus Sicht der SPD kann es daher nicht sein, dass in der Stadtverordnetenversammlung Diskussionen stattfinden, mindestens 6 Millionen für ein Dienstleistungszentrum auszugeben, aber keine Gelder für die Stabilisierung der Kindergartenbeiträge, neue Spielgeräte auf den Spielplätzen, oder für die Aufstockung der Weinbergschule für die „Kleine Reblaus“ da sind. Es gibt keine Angebote für Jugendliche in der Südstadt, in ganz Hochheim gibt es keinen Band-Proberaum oder Partykeller und es gibt kaum Rückzugsmöglichkeiten für Jugendliche und Junge Erwachsene. Daher ist für die SPD die Planung eines Dienstleistungszentrums eher eine Luxusdiskussion in Zeiten leerer Kassen, während wichtige Gelder im Sozialbereich in viel geringeren Dimensionen angeblich nicht zur Verfügung stehen.






