"Die angebotene personelle Unterstützung durch Mitglieder des Ortsbeirates" solle Bürgermeisterin Angelika Munck (FWG) annehmen, hieß es im Antrag der SPD für die Stadtverordnetenversammlung, um dem Anliegen ein stärkeres Gewicht zu verleihen. Gemeint war tatsächlich, wie der SPD-Stadtverordnete Heino Bornemann erklärte, dass die Bürgermeisterin in Begleitung einiger Ortsbeiratsmitglieder im Amt für Straße- und Verkehrswesen (ASV) aufkreuzen solle.
Der Rathauschefin passte die Idee gar nicht. "Ich habe als Bürgermeisterin bei Gesprächen mit dem ASV genug Gewicht", zeigte sie sich überzeugt. "Sie können das beschließen, aber sie können mich nicht zwingen." Auch der CDU kam der Vorschlag merkwürdig vor, so dass die SPD diesen Teil des Antrages schließlich zurückzog.
ASV hat kein Geld
Und überhaupt: "Wir können da noch zehn Mal was beschließen, wir kommen nicht weiter", ahnt der CDU-Stadtverordnete Sebastian Siegfried. Tatsächlich lässt das ASV seit Jahren wissen, dass das wenige Geld, das zur Verfügung steht, für andere Vorhaben gebraucht werde, die weiter oben auf der Prioritätenliste stünden. Zwar wird diese Prioritätenliste immer wieder einmal überarbeitet, aber selbst die Bürgermeisterin hatte im Sommer im Ortsbeirat erklärt, es gebe keine Anzeichen dafür, dass der Radweg weiter nach oben klettern könne.
"Das Straßenbauamt macht doch, was es will", kommentiert der SPD-Stadtverordnete Bornemann die Situation. Massenheims Ortsvorsteher Roland Bansch (SPD) glaubt auch nicht, dass es an mangelnden Bemühungen von Hochheimer Seite liegt – alleine der Ortsbeirat habe seit 1989 zwölf Mal über das Thema gesprochen. Landrat Michael Cyriax (CDU) habe wegen des Weges Kontakt mit dem ASV aufgenommen, aber auch keine andere Auskunft bekommen.
Die anderen Parteien seien gefordert, sich bei ihren Vertretern in Kreis und Land für das Projekt einzusetzen, ist Banschs Forderung. Die Stadt Hochheim solle sich nachdrücklich und sichtbar um Fortschritte bemühen, wurde schließlich beschlossen. Dass dies das Vorhaben voran bringt, kann aber keiner garantieren.






